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Die Balling Plus Methode

Als ich mich im Dezember 2008 zum Neuanfang mit meinem 400 Liter Panoramaaquarium entschied, kam mir die Idee den Kalkreaktor zu ersetzen und die Calciumversorung mit der Ballingmethode durchzuführen.
Um auch gleich die Spurenelementeversorgung zu erledigen entschied ich mich für die Balling Plus Methode, die ich kurz und bündig beschreiben möchte.


Dazu benötigt man:

        Calciuchlorid-Dihydrat (CaCl2.2H2O)
        Natriumhydrogencarbonat (NaHCO3)
        Magnesiumchlorid-Hexahydrat (MgCl2.6H2O)
        Magnesiumsulfat-Heptahydrat (MgSO4.7H2O)
        NaCl Freies Meersalz
        Fauna Marin Ultra Trace B Schwermetall-Komplex
        Fauna Marin Ultra Trace B Strontium-,Barium-Komplex
        Fauna Marin Ultra Trace B Jod-, Fluor-Komplex

Letzteren drei enthalten Spurenelemente. Diese Lösungen kann man sich auch selbst Herstellen doch in Anbetracht des Preises dieser Lösungen ist der Kauf die wirtschaftlichste Methode. (Und das obwohl ich Chemielaborant bin)


Als erstes habe ich das Aquarium auf die optimalen Werte eingestellt.

        Calcium:              400-420 mg/l
        Magnesium:         1250-1350 mg/l
        KH:                     6-8°

Verwendet habe ich zur Berechnung der Dosagemengen einen der zahlreichen Ballingrechner im Internet. Zu Beachten ist, dass die Lösungen über den Zeitraum von einer Woche zugegeben werden. Ich selbst habe dann noch ein paar Tage gewartet und erneut die Wasserwerte bestimmt und musste noch einmal korrigieren. Zur Bestimmung der Wasserwerte verwende ich Salifert Tests.


Nun wurden die drei Ballinglösungen hergestellt. Die Mengenangabe beziehen sich dabei auf jeweils 10 Liter Wasser pro Kanister.


Kanister 1


715 g Calciumchlorid-Dihydrat in 10 Liter Osmosewasser
+50 ml Ultra Trace B - Strontium-, Barium-Komplex
+50 ml Ultra Trace B - Schwermetall-Komplex

 

Kanister 2


840 g Natriumhydrogencarbonat in 10 Liter Osmosewasser
+ 50 ml Ultra Trace B Jod-,Fluor-Komplex


Kanister 3


250 g NaCl freies Meersalz in 10 Liter Osmosewasser
550 g Magnesiumchlorid-Hexahydrat
80 g Magnesiumsulfate-Heptahydrate

 

Nun kann mit der Dosierung der Lösungen gestartet werden. Für die Dosierung  verwende ich eine Dreikanal-Dosierpumpe von GHL die durch meinen Profilux Plus II gesteuert wird. Angefangen habe ich mit 5 ml Lösung pro 100 Liter Aquarienwasser. Das ganze habe ich mir in einer Tabelle zusammengeschrieben damit ich den Trend der Wasserwerte beobachten kann und am Ende der Woche weiss, wie viel Meersalz ich beim Wasserwechsel weglassen muss.

 

Wenn die Werte von KH und Calzium steigen oder sinken korrigiere ich diese mit der Dosierung aus. Den Magnesiumwert steuere ich mit der Konzentration von Magnesiumchlorid-Hexahydrat und Magnesiumsulfat-Heptahydrat in Kanister 3. Diese habe ich um 10 % erhöht da der Magnesium Wert sonst ständig gesunken wäre.
Mit folgender Tabelle berechne ich die beim wöchentlichen Wasserwechsel zu ersetzende Menge an Meersalz.


Das Funktioniert so:
Werden 20 ml jeder Lösung pro Tag ins Aquarium gepumpt, so ergibt das eine Gesamtmenge von 140 ml pro Woche und Kanister - und jetzt wirds kompliziert.
Bei einer Konzentration von 25 mg/ml NaCl-Freien Meersalz ergibt sich bei der Dosierung von 140 ml eine Dosierung von 3500 mg (3,5 g) NaCl-freiem Meersalz. Mit dem Faktor 3,34 (50 g NaCl-Freies Meersalz ersetzen 167 g Meersalz) berechnet ergibt sich dadurch eine Menge von 11,7 g Meersalz die beim Wasserwechsel weggelassen werden um die Salzkonzentration nicht zu erhöhen bzw. das Ionengleichgewicht nicht zu verschieben.
Mit ein bisschen Training funktioniert das ganze dann einwandfrei.

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